Donnerstag, 12. Dezember 2013

Rettende Hand

Gibt es Wunder? Ich habe nie daran geglaubt. Bis ich einem begegnet bin.

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Nackt, blind vor Einsamkeit
Fliehst hinaus in die Dunkelheit
Suchst den Schutz leuchtender Sterne
Stumpfer Blick, gerichtet in weite Ferne

Trägst dein blutendes Herz in der Hand
Verloren hast du das innere Band
Zersplittert die erfrorene Seele
Gellender Schrei aus gequälter Kehle

Zu viel erlebt
Zu oft gebebt
Einfach verweht
Das Feuer erloschen

Atmen fällt unsagbar schwer
Deine Lungen sind leer
Heiß und brennend die Augen
Tränen wollen sie nicht erlauben

Schwäche zwingt dich in die Knie
Aufrecht halten fordert zu viel Energie
Nasser Boden dich umfängt
Kälte und Vergessen schenkt

Zu viel erlebt
Zu oft gebebt
Einfach verweht
Das Feuer erloschen

In der Finsternis verloren
Sterne wurden nie geboren
Stille in den Ohren schreit
Dämonen stehen bereit

Kraftvolle Hand dein Herz umfängt
Wärme und Stärke dir schenkt
Sternenlicht wird entfacht
Glitzernde Augen vertreiben die Nacht

Viel erlebt
Oft gebebt
Fast verweht
Ein Leuchtfeuer entsteht


© Gerry Stratmann 12.12.2013