Freitag, 21. Februar 2014

Staub und Stolz von Cecil Dewi



Wahnsinn

Über den Inhalt des Buches möchte ich nichts mehr schreiben. Das haben meine Vorredner bereits ausführlich getan.

Forlán und Iain sind absolut glaubwürdig geschildert. C. Dewi ist es meisterlich gelungen, ihre Protagonisten als harte Krieger zu schildern, die sich in ihrer Welt, in ihrer Zeit behaupten müssen. Die Charaktere gleiten niemals in lächerliche oder verweichlichte Situationen, die nicht zu ihrem harten Leben passen würden.
Forláns innere Zerrissenheit, die ihn umtreibt, weil er die Gefühle für Iain nicht zulassen kann und will, zeigen ebenso den knochenharten Kämpfer, wie seine Kämpfe auf dem Schlachtfeld.
Die erotischen Szenen sind beider Krieger würdig geschildert. Dafür ein besonderes Lob.

Dieses Buch besticht durch bildhafte und wortgewaltige Schilderungen. Selten habe ich so eine eindringliche Sprache und Ausdrucksweise in einem Buch gefunden.
Die wechselnden Landschaften, die Forlán auf seinen Reisen durchquert, hatte ich immer deutlich vor Augen.
Sämtliche Nebenrollen hatten Tiefe, wurden nicht nur lapidar erwähnt oder gestreift.
Das Ende ist für mich sehr passend gewählt. Jede andere Lösung wäre unglaubhaft gewesen.
Eine bis zur letzten Seite fesselnde Lektüre, die ich mit Sicherheit nicht zum letzen Mal gelesen habe.

Einziger Kritikpunkt ... zwei oder drei Mal passten Bemerkungen der Protagonisten nicht ganz in die gewählte Sprache. Sie waren etwas zu modern. Das tut dem Gesamtwerk allerdings keinen Abbruch.


Ich bedanke mich bei dem Autor für das absolut fesselnde Lesevergnügen. Hoffentlich folgen noch einige Bücher in dieser Qualität.

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